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Spritzen bei Arthrose

Zur Verbesserung der Funktion und Minderung der Schmerzen lassen sich vor allem bei der Arthrose der Kniegelenke (inzwischen aber auch bei kleineren Gelenken) gezielt Medikamente an den Ort des Geschehens - In das Gelenk - spritzen.

Zu Unterscheiden sind wieder zwei Klassen von im Gelenk wirksamen Medikamenten:

Hyaluronsäure - Präparate

Hyaluronsäure ist eine körpereigene Substanz aus langkettigen Molekülen, die einerseits in der Gelenkschleimhaut gebildet werden und die Schmierfähigkeit der Gelenkflüssigkeit (die Viskosität) verbessert, andererseits sind die Hyaloronsäuremoleküle auch Bestandteil der Knorpeloberfläche. Dies ist eine der Ursachen für den niedrigen Reibungskoeffizienten - die hohe Gleitfähigkeit im Gelenk. Bei Arthrosegelenken werden diese Moleküle häufig in minderer Qualität (kurzkettige Moleküle) oder zu geringer Menge produziert. Wenn hochwertige Hyalosonsäuremoleküle in das Gelenk gespritzt werden wird einerseits die Funktion des Gelenkes relativ rasch verbessert, andererseits wird wohl auch die eigene Produktion von längerkettigen (besseren) Hyalosonsäuremolekülen angeregt.

Bei Hyalart, dem ersten dieser Medikamente, wurde die Hyalosonsäure aus Hahnenkämmen - einem besonders elastischen Knorpel mit langkettigen H-Molekülen - gewonnen. Neben einer ganz guten Wirksamkeit war aber die Nebenwirkungsrate bei diesem Medikament relativ hoch. Heute gibt es mehrere Hyaloronsäure- Präparate, die synthetisch (oder gentechnisch) hergestellt werden und dadurch gezielt gestaltet werden können und kaum noch Nebenwirkungen (bei besserer Wirksamkeit) haben.

Diese Spritzen sind relativ teuer (€ 20,- bis € 50,-) und werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht, wohl aber von den privaten Krankenversicherern erstattet. Es sind pro Behandlungsserie und pro Knie je nach Schwere der Arthrose und je nach Präparat 3 bis 5 Spritzen in wöchentlichen Abständen nötig.

Organpräparate

Viele Jahre lang haben wir bei hunderten von Patienten in unserer Praxis in 6 bis 24 monatigen Abständen Serien von Kniegelenkspritzen mit ZEEL-P einem homöopathischen Organpräparat der Firma Heel durchgeführt. Viele Patienten waren nach diesen Sprizenserien für viele Monate bis zu einigen Jahren schmerzfrei oder zumindest deutlich -gelindert und haben sich daher diese Spritzen bei Wiederzunahme der Schmerzen immer wieder geben lassen und so oft das Einsetzen einer Knieendoprothese vermeiden oder zumindest um viele Jahre hinausschieben können. Da die Firma HEEL die (für uns und unsere Patienten ganz zweifelsfreie) Wirksamkeit dieses preiswerten Präparates nicht durch Millionen Euro teure wissenschaftliche Studien belegen konnte (was den Firmen, die Präparate für € 20,- bis 50,- herstellen, leicht gelingt) wurde das Präparat leider seit einigen Jahren vom Markt genommen.

Andere Organpräparate, die bei Arthrose eingesetzt werden (wie z.B. Ney-Arthros und Ney-Chondrin oder andere) sind bei uns bisher nur in Einzelfällen auf Wunsch der Patienten eingesetzt worden. Bei der geringen Zahl können wir die Wirksamkeit nicht beurteilen. Erfolge, die den Einsatz dieser sehr teuren und aufwändigen Therapie wünschenswert erscheinen lassen, haben wir allerdings bisher noch nicht beobachten können.

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